Herzwurm bei Hunden und Katzen: Symptome, Test und Vorbeugung

Gesunder Hund und gesunde Katze im Sommergras – Herzwurm-Vorbeugung und -Screening

Der Herzwurm (Dirofilaria immitis) ist eine der heimtückischsten Bedrohungen für die Tiergesundheit: Er wird durch Mückenstiche übertragen und kann lange Zeit völlig symptomlos bleiben, während sich die Würmer im Herzen und in den Lungengefäßen entwickeln. Wenn Symptome auftreten, ist der Schaden oft schon weit fortgeschritten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich Tiere anstecken, worauf Sie achten sollten und wie man Herzwurm testen und vorbeugen kann – für Hunde- und Katzenhalter gleichermaßen.

Was ist der Herzwurm und warum ist er gefährlich?

Der Herzwurm ist ein parasitischer Wurm, der sich im Erwachsenenstadium in der rechten Herzhälfte und in den großen Lungengefäßen ansiedelt. Ein einzelnes Tier kann Dutzende Würmer beherbergen, die den Blutfluss behindern, die Gefäßwände und die Lunge schädigen und langfristig zu Herzinsuffizienz führen können. Die Würmer können jahrelang im Wirt leben, daher verschlimmert sich die Krankheit langsam und unbemerkt.

Wie stecken sich Hunde und Katzen mit Herzwurm an?

Durch den Stich einer infizierten Mücke gelangen mikroskopisch kleine Larven in den Körper des Tieres. Sie wandern über Monate hinweg und entwickeln sich in den Gefäßen von Herz und Lunge zu erwachsenen Würmern. Da dafür eine Mücke nötig ist, kommt die Infektion in der wärmeren Mückensaison und in mückenreichen Gebieten am häufigsten vor. Ungarn – insbesondere die gewässernahen, flachen, mückenreichen Regionen – ist ein betroffenes Gebiet, und die Verbreitung hat in den letzten Jahren zugenommen. Das Risiko ist je nach Land und Region unterschiedlich, fragen Sie daher Ihren Tierarzt nach der Situation bei Ihnen vor Ort. Wichtig: Die Krankheit wird nicht direkt von Tier zu Tier oder auf den Menschen übertragen – sie wird immer durch Mücken übertragen.

Symptome des Herzwurms

Bei Hunden treten die häufigsten Anzeichen allmählich auf:

  • Anhaltender, trockener Husten
  • Verminderte Belastbarkeit, schnelle Ermüdung, Kurzatmigkeit beim Spaziergang
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Mattigkeit
  • In fortgeschrittenen Fällen Flüssigkeitsansammlung im Bauch und Anzeichen von Herzinsuffizienz

Bei Katzen ist das Bild heimtückischer und schwerer zu erkennen: Atemwegssymptome (asthmaähnlicher Husten, pfeifende Atmung), gelegentliches Erbrechen, manchmal plötzlicher Kollaps, selten unerwarteter Tod. Viele Tiere bleiben lange völlig symptomlos, und die Krankheit wird erst durch einen Test entdeckt.

Testen: Warum die Früherkennung zählt

Da sich der Herzwurm jahrelang verstecken kann, ist regelmäßiges Testen entscheidend – vor allem, wenn das Tier keine kontinuierliche Prophylaxe erhält. Zu Hause können Sie aus einem Blutstropfen innerhalb von Minuten mit dem Herzwurm-Schnelltest (HW) testen, der das Antigen erwachsener weiblicher Würmer nachweist. Dank Früherkennung kann die Behandlung rechtzeitig beginnen, was deutlich sicherer und günstiger ist als die Behandlung einer fortgeschrittenen Infektion.

Zwei wichtige Punkte zum Zeitpunkt: Das Antigen ist in der Regel erst etwa 6–7 Monate nach der Ansteckung nachweisbar (dann sind die Würmer ausgereift), und vor Beginn einer vorbeugenden Behandlung (Entwurmung) sollten Sie testen, denn bei einer aktiven Infektion muss die Behandlung mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

Wann, mit welcher Methode und zu welchen Kosten sich ein Test lohnt, haben wir hier zusammengefasst: Herzwurm-Test: Wann lohnt er sich, wie funktioniert er und was kostet er?

Behandlung

Eine Behandlung der Herzwurmerkrankung beim Hund gibt es, sie ist jedoch langwierig, teuer und nicht risikofrei: Das Abtöten der Würmer erfordert strikte Bewegungseinschränkung, da absterbende Würmer die Lungengefäße verstopfen können. Bei Katzen gibt es keine zugelassene, sichere Behandlung zum Abtöten der Würmer, daher stehen bei ihnen Vorbeugung und unterstützende Behandlung im Vordergrund. Genau deshalb gilt beim Herzwurm: Vorbeugung ist immer günstiger und sicherer als Behandlung.

Vorbeugung

  • Regelmäßige Prophylaxe (Spot-on, Tablette oder Injektion) nach tierärztlicher Empfehlung, während der Mückensaison oder ganzjährig.
  • Mückenstiche reduzieren: Mückennetze, Abendspaziergänge zeitlich anpassen, Repellentien verwenden.
  • Jährlicher Test auch bei Prophylaxe, denn eine vergessene Dosis oder ein falsch verabreichtes Präparat kann eine Lücke im Schutz hinterlassen.

Häufige Fragen

Können sich auch Katzen mit Herzwurm anstecken?

Ja. Bei Katzen ist er seltener, verläuft aber oft schwerer und ist schwieriger zu diagnostizieren. Zudem gibt es keine sichere Behandlung zum Abtöten der Würmer, daher sind Vorbeugung und Tests auch bei ihnen wichtig.

Wann sollte ich einen Herzwurm-Test machen?

Einmal jährlich, vor Beginn einer vorbeugenden Behandlung sowie bei anhaltendem Husten oder verminderter Belastbarkeit. Auch bei der Aufnahme eines neuen Tieres ist er empfehlenswert.

Wie lange nach der Ansteckung weist der Test eine Infektion nach?

Das Antigen ist in der Regel etwa 6–7 Monate nach der Ansteckung nachweisbar, wenn die Würmer ausgereift sind. Eine frische Infektion kann daher noch falsch negativ sein – regelmäßige, wiederholte Tests ergeben ein genaues Bild.

Ist der Herzwurm-Schnelltest für zu Hause zuverlässig?

Ja, er funktioniert über einen Antigennachweis. Bei einem positiven Ergebnis sind eine tierärztliche Bestätigung und ein Behandlungsplan notwendig.

Wichtig: Die MancsLab-Schnelltests dienen der Vorab-Untersuchung zu Hause und ersetzen keine tierärztliche Diagnose.

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