Es ist passiert, wovor sich jeder Hundehalter fürchtet: Nach dem Spaziergang kämmen Sie das Fell Ihres Hundes durch, und da ist sie – eine Zecke. Die erste Frage ist dann immer dieselbe: Hat er sich etwas eingefangen?
Die gute Nachricht: Sie müssen heute nicht mehr wochenlang im Ungewissen leben. Die von Ihrem Hund entfernte Zecke können Sie zu Hause in 5–10 Minuten testen und herausfinden, ob sie den Erreger der Borreliose (Lyme-Krankheit) in sich trug. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie über Borreliose wissen müssen, wie Sie eine Zecke richtig entfernen und wie der Zeckentest funktioniert.
Warum ist Borreliose für Hunde gefährlich?
Borreliose wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht, das von infizierten Zecken durch ihren Stich übertragen wird. Ungarn ist in Sachen Zecken ein stark belastetes Gebiet – die Zeckensaison dauert dort typischerweise von März bis November, in milden Wintern können Zecken aber praktisch das ganze Jahr über aktiv sein.
Die Krankheit ist heimtückisch: Bei einem erheblichen Teil der infizierten Hunde treten Symptome erst Wochen bis Monate nach dem Stich auf und werden leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt.
Die häufigsten Symptome der Borreliose beim Hund
Zu den häufigsten Anzeichen gehören Mattigkeit und Appetitlosigkeit, Fieber, Gelenkschmerzen und die daraus resultierende Lahmheit (oft eine „wandernde“ Lahmheit, die von einem Bein zum anderen wechselt) sowie geschwollene Lymphknoten. In schwereren, unbehandelten Fällen können auch Komplikationen an Nieren, Herz und Nervensystem auftreten.
Bis diese Symptome auftreten, kann die Behandlung bereits langwieriger sein. Deshalb lohnt es sich, sich schon im Moment des Stichs über das Risiko zu informieren.
Zecke beim Hund: Was tun, Schritt für Schritt?

1. Keine Panik – aber warten Sie auch nicht. Je länger die Zecke in der Haut bleibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Erregerübertragung. Für die Übertragung von Borrelien ist in der Regel ein mehrstündiges Saugen nötig, daher ist schnelles Entfernen der beste Schutz.
2. Entfernen Sie die Zecke fachgerecht. Verwenden Sie einen Zeckenentferner oder eine spitze Pinzette. Fassen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut und ziehen Sie sie mit einer entschlossenen, gleichmäßigen Bewegung heraus. Quetschen Sie ihren Hinterleib nicht und bestreichen Sie sie nicht mit Öl oder Creme – das erhöht das Infektionsrisiko.
3. Werfen Sie die Zecke nicht weg! Das ist der wichtigste und am häufigsten gemachte Fehler. Die entfernte Zecke liefert wertvolle Informationen: Man kann untersuchen, ob sie den Borreliose-Erreger in sich trug.
4. Testen Sie die Zecke. Hier kommt der Zecken-Schnelltest ins Spiel.
Wie funktioniert der Lyme Ag Zecken-Schnelltest?

Der Lyme Ag – Borreliose-Zecken-Schnelltest untersucht nicht Ihren Hund, sondern die von ihm entfernte Zecke: Er weist nach, ob in der Zecke Antigene von Borrelia burgdorferi vorhanden sind.
Der Test ist zu Hause auch ohne tiermedizinische Kenntnisse einfach durchzuführen:
- Entfernen Sie die Zecke mit dem beiliegenden Zeckenentferner von Ihrem Hund.
- Legen Sie die Zecke in das mitgelieferte Probenaufbereitungsgefäß.
- Homogenisieren Sie die Probe mit dem Pressstab und geben Sie dann die Pufferlösung hinzu.
- Tropfen Sie die Probe auf die Testkassette.
- Lesen Sie das Ergebnis nach 5–10 Minuten ab (nach 15 Minuten ist es ungültig).
Der Test wird in einem nach ISO 9001 und GMP zertifizierten Werk hergestellt.
Was bedeutet das Ergebnis?
Positives Ergebnis: Die Zecke trug das Borrelien-Antigen. Das bedeutet nicht automatisch, dass sich Ihr Hund infiziert hat – aber es besteht ein Risiko, daher sollten Sie möglichst bald mit Ihrem Tierarzt das weitere Vorgehen besprechen. Eine rechtzeitig begonnene Beobachtung oder Behandlung ist ein enormer Vorteil.
Negatives Ergebnis: In der Zeckenprobe war der Erreger nicht nachweisbar. Das ist eine große Beruhigung, trotzdem sollten Sie den Zustand Ihres Hundes im Auge behalten – auch andere Zecken könnten unbemerkt zugestochen haben.
Ungültiges Ergebnis: Erscheint keine Kontrolllinie, muss der Test mit einer neuen Kassette wiederholt werden.
Wichtig: Der Test dient als Screeningtest zur schnellen Einschätzung des von der Zecke ausgehenden Risikos und weist keine Infektion des Hundes nach. Die Diagnose zu stellen, ist in jedem Fall Aufgabe des Tierarztes.
Wann lohnt sich ein Zeckentest?
Der Test ist besonders hilfreich, wenn Sie eine Zecke bei Ihrem Hund gefunden haben und wissen möchten, wie hoch das Risiko ist; nach einer Wanderung, einem Waldspaziergang oder in der Zeckensaison; wenn die Zecke längere Zeit in der Haut Ihres Hundes gewesen sein könnte; wenn Ihr Hund nach dem Stich Mattigkeit, Lahmheit oder Appetitlosigkeit zeigt; sowie in Mehrtierhaushalten als Ergänzung zur regelmäßigen Zeckenkontrolle.
Vorbeugung: Der Test ersetzt keinen Schutz
Der Zeckentest ist ein Glied in der Schutzkette, nicht das einzige. Zum vollständigen Schutz gehören ein regelmäßiges Zeckenschutzmittel (Spot-on, Halsband oder Tablette), das Absuchen nach dem Spaziergang – besonders an Ohren, Hals, Achseln und Bauch – sowie das schnelle und fachgerechte Entfernen. Das Testen bringt dort einen Mehrwert, wo die Vorbeugung nicht mehr greifen konnte: wenn die Zecke Ihren Hund bereits gestochen hat und Sie wissen wollen, wie ernst die Lage ist.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis eine Zecke einen Hund mit Borreliose infiziert?
Für die Übertragung von Borrelien ist in der Regel ein mehrstündiges Blutsaugen nötig, und das Risiko steigt mit der Zeit. Deshalb ist es entscheidend, die Zecke so schnell wie möglich zu entfernen – und deshalb ist es wichtig zu wissen, ob die betreffende Zecke den Erreger überhaupt in sich trug.
Bedeutet ein positiver Zeckentest, dass mein Hund krank ist?
Nein. Ein positives Ergebnis zeigt an, dass die Zecke den Erreger trug und somit ein Infektionsrisiko besteht. Ob Ihr Hund tatsächlich infiziert ist, kann der Tierarzt feststellen – der Test hilft Ihnen, sich rechtzeitig an ihn zu wenden.
Kann der Test auch für eine Zecke verwendet werden, die von einer Katze entfernt wurde?
Der Test dient zur Untersuchung von Zecken, die von einem Tier entfernt wurden, und kann daher auch bei einer von einer Katze entfernten Zecke zur Risikoeinschätzung verwendet werden.
Wie genau ist der Test?
Der Test funktioniert nach demselben immunchromatographischen Prinzip wie die anderen MancsLab Schnelltests. Die Details der Herstellervalidierung klären wir derzeit noch, daher veröffentlichen wir keine konkrete Prozentangabe – lieber gar keine Zahl als eine ungenaue. Bei einem positiven Ergebnis sprechen Sie immer mit Ihrem Tierarzt.
Was tun, wenn die Zecke abgestorben oder eingetrocknet ist?
Eine frische Probe ist am zuverlässigsten. Wenn Sie die Zecke nicht sofort testen können, bewahren Sie sie in einem verschließbaren Beutel auf und testen Sie sie so bald wie möglich.
Wo ist der Test erhältlich?
Sie können ihn im MancsLab Onlineshop in Packungen zu 1 und 5 Stück bestellen. Bestellungen, die bis 14 Uhr (MEZ) eingehen, versenden wir am nächsten Werktag, Packeta liefert in 2–5 Werktagen. Die Versandkosten und die Grenze für kostenlosen Versand in Ihr Land sehen Sie im Warenkorb.
Fazit
Die Ungewissheit nach einem Zeckenstich ist das Schlimmste. Mit dem Lyme Ag Zecken-Schnelltest finden Sie zu Hause in 5–10 Minuten heraus, ob die Zecke den Borreliose-Erreger in sich trug – so müssen Sie nicht raten, sondern entscheiden auf Basis von Fakten, ob Sie zum Tierarzt gehen sollten.
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